Mittwoch, 27.07.2011
Cairns –
Brisbane – Lamington NP

Donnerstag, 28.07.2011
Lamington National Park

Freitag, 29.07.2011
Lamington National Park –
Byron Bay

 

Herrlich: wir haben geschlafen wie Götter: warm und in einem grossen, komfortablen Bett. Roger’s Kommentar: wie Ferien!

Zu viert bereiten wir ein ausgedehntes Frühstück vor: Müesli, Speck und Eier, Toast, Kaffee, Saft, Joghurt. Gemütlich, wenn man so rumsitzen kann und den Tag ruhig angehen kann. Wir schauen uns danach die Wanderkarte an. Es gibt verschiedene Tracks im Park, aber die Karten sind für unsere Verhältnisse hundslausig: die Streckenangaben sind schlecht oder gar nicht vorhanden; Höhenkurven gibt es gar keine. Distanz- oder Zeitangaben unterwegs sucht man auch vergeblich.Gabi weiss von einem Track, bei dem man an einen Aussichtspunkt an der Grenze zu New South Wales kommt. Wir sind hier sozusagen am Rande eines riesigen Kraters und können an verschiedenen Stellen zu Look Outs wandern, um dort dann in den Krater runter zuschauen. Der Tourguide im Hotel hatte gestern aber auch keine grosse Lust uns noch Infos zu geben (er hat dafür lieber seine Nüsse geknabbert); wir haben aber doch so viel erfahren, dass der Walk bis zum Look Out an der Grenze zwischen vier und sechs Stunden dauert. Das ist dann doch etwas zu lange, vor allem weil Gabi sich noch von einer schweren Erkältung am erholen ist.

Wir suchen uns eine kürzere Wanderung zu den Mooran Falls. Vorbei am „O’Reilly’s Lost World Spa“ (der Pool ist nicht beheizt; eigentlich zwar schon, aber weil zur Zeit die Nächte so kalt sind, heizen sie den Pool doch nicht – wo ist da die Logik???!!) erreichen wir nach einer knappen viertel Stunde den Picknickplatz gerade oberhalb der Mooran Falls… wie gesagt, das mit der Ausschilderung der Wege ist so eine Sache…der Look Out für die Wasserfälle ist genau auf der anderen Seite; dafür sehen wir hier auch schön die Kraterwände runter in die Ebende. Von hier aus führt der Weg weiter zum „Moonlight Crag Look Out“ und „Balancing Rock“. Der Weg führt steil an durch den sub-tropischen Regenwald. Blumen und Vögel lassen sich sehen; vom Wallaby hören wir nur noch die Hüpfer durchs Gras – nur gerade Gabi konnte einen Blick darauf erhaschen. Je höher wir kommen, desto besser ist die Sicht auf die andere Talseite – und damit auf unsere Unterkunft! In der Sonne kommen wir ganz schön ins Schwitzen, aber sobald wir in den Schatten des Waldes eintauchen wird es wieder kühler. Der Moonlight Crag Look Out ist eindrücklich: wir können die abfallenden Kraterwände sehen, die tief in Täler (unbewohnt) führen und auf der anderen Seite wieder hoch zu weiteren Bergen ansteigen. Unter uns ist nur Regenwald – kein Track ist zu sehen. In der Ferne können wir das tiefer liegende Farmland und weitere Berge sehen. Mit den vorbeiziehenden Wolken gibt es eindrückliche Bilder. Allerdings geht hier am Outlook ein scharfer kalter Wind, und nach ein paar Spassfotos machen wir uns wieder auf den Rückweg. Die erklommenen Höhenmeter müssen wir nun wieder runter und auf der anderen Seite wieder alle hoch zu unserer Unterkunft.

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Die Lodgehütten sind hier alle in den steilen Abhang reingebaut. Es hat deutlich mehr Hütten als im Rose Gums Wilderness Retreat. Zudem stehen die Hütten hier alle in Sichtweite zueinander. Da aber Winter ist, sind nur sehr wenige Hütten belegt, so dass wir keine direkten Nachbarn haben. Kurz vor Mittag sind wir zurück und machen uns erst einmal einen Kaffee. Leider ziehen immer mehr dunkle Wolken auf, aber die Sonne gibt sich noch nicht geschlagen. Hoffen wir!

Nach einem kleinen Lunch und einem Mittagsschlaf machen wir uns gegen drei Uhr wieder auf den Weg und fahren zur Rezeption hoch. Hier gibt es noch einen Walk in den Bäumen unter dem Regenwalddach. Zuvor aber füttern wir noch Papageien: wir können im Souvenirshop für AUD 4.—eine Futterschüssel „auslehnen“ und erhalten noch Verhaltensregeln. Kaum haben wir die Schüssel in den Händen fliegt auch schon der erste Papagei in den Laden und landet auf Gabi. Es sind wunderschöne rote Papageien, auch etwas grösser als die grünen, die wir sonst immer gesehen haben. Rot dominiert, aber sie haben auch noch blaue Federn. Sie sind zwar nicht ganz zutraulich, aber sie setzen sich überall nieder, wo sie können: Kopf, Hals, Schultern, Arme, Fotokamera. Einige sitzen auch am Boden und fressen die fallengelassenen Körner auf – wir müssen aufpassen, dass wir beim rumlaufen nicht versehentlich auf einen von ihnen treten. Dann tauchen auch noch die Kingparrots auf: bis zu sechs Stück kommen zur Fütterung. Ebenfalls lassen es sich die Bush Turkeys es sich gutgehen. Und dann nähern sich auch noch ganz kleine Finken, die wegen ihrem Federkleid kaum vom Boden zu unterscheiden sind, hätten sie nicht noch etwas rot in ihrem Gefieder.Wir haben eine Menge Spass bei der Fütterung und es ist fast schade, als die Körner zur Neige gehen. Mittlerweilen ist es ziemlich kühl und der Himmel hat sich hier oben ziemlich verdunkelt. Im Regenwald auf dem Weg zum Treewalk ist es schon fast ganz dunkel und beim Fotografieren benötigen wir den Blitz.

Der Treewalk führt über verschiedene Hängebrücken zwischen den Bäumen etwa 15 bis 20 Meter über dem Boden hindurch. Auf einer Plattform kann man auf einer Leiter bis ganz in die Baumkronen hoch: Roger macht das als einziger von uns – und meint lakonisch, dass es oben regne. Auf unserer Höhe merken wir noch nichts davon. Zurück bei der Rezeption nehmen wir einen Apéro in der Bar. Dank einem „Heizungspilz“ können wir den sogar noch draussen einnehmen – die Sonne kommt noch einmal durch und wir haben wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang. Die zweite Runde „müssen“ wir dann aber drinnen vor dem Holzfeuer einnehmen. Draussen ist es doch einfach zu kalt – es sind vermutlich nur noch so sieben, acht Grad.

Zum Nachtessen machen wir uns wieder BBQ und Gemüse. Eigentlich schlägt Gabi vor, das Kartenspiel von gestern nochmals zu machen. Andi möchte nicht und wir geniessen es eigentlich auch, einfach nur faul rumzuliegen. Roger lädt noch alle Mails runter und wir suchen mit Gabi’s Hilfe ein Hotel Richtung Brisbane. Gabi und Andi müssen morgen eigentlich schon wieder langsam Richtung Sydney. Wir beraten noch die Route für morgen, damit wir doch noch einen Tag miteinander verbringen können. D.h. wir fahren noch nach New South Wales, aber auch nicht zu weit, damit wir dann wieder gemütlich nach Brisbane zurückkommen. Gabi kennt natürlich alle Tricks und Links durch ihre Arbeit im Reisebereich im Internet und so probieren wir noch etwas Neues aus. Auf einem Last Minute-Anbieter buchen wir ein „Mysterie Room“: wir sehen nur die Anzahl Steren (4 ½) und den Preis. Je nach Beschrieb kann man in etwa den Hotelnamen rausfinden, aber mit diesem Inserat ist es uns doch nicht möglich. Wir machen es und bei der Bestätigung stellt sich dann raus, dass es sich um das „Holiday Inn“ handelt – keine schlecht Wahl. Als letzten Tipp gibt mir Gabi noch an, immer „Honeymoon-high-floor-please“ als Wunsch anzugeben. Sehr oft bekommt man dann noch Zusätze – mal sehen?!???

Kurz nach acht Uhr sind wir wieder im Bett: schliesslich müssen wir ein so gutes und bequemes Bett richtig ausnutzen!

 


 

Mittwoch, 27.07.2011
Cairns – Brisbane – Lamington Nationla Park

Freitag, 29.07.2011
Lamington National Park – Byron Bay

 

   
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