Sonntag, 24.07.2011
Cairns

Mittwoch, 27.07.2011
Cairns –
Brisbane – Lamington Nationla Park

Donnerstag, 28.07.2011
Lamington National Park

 

Während der Nacht hat es zum Teil heftig geregnet – ich hoffe nur, dass es nicht gerade dann wieder so schüttet, wenn wir zu Fuss zum Eingang des Campingplatzes müssen! Aber morgens um vier Uhr regnet es dann nicht mehr, als der Wecker geht und wir unsere letzten Sachen fertig einpacken. Mit einem Einkaufwägelchen fuhren wir unser Gepäck zum Eingang und warten auf das Taxi. Pünktlich auf die Minute kommt dieses und fährt uns zum Flughafen. Unterwegs geraten wir noch in eine Geschwindigkeitskontrolle (morgens um fünf Uhr!!), sind aber nicht zu schnell. Unterwegs erzählt uns der Chauffeur noch einige „Schauergeschichten“ mit Krokodilen: eines war vor einigen Tagen auf der Zufahrtsstrasse zum Flughafen rumgerobbt, ein anderes ist nur wenige Kilometer von hier 5 Kilometer lang einen Fluss gegen die Strömung hoch und hat sich dann in einem Pool eingenistet –nette Tierchen!!!

Bei unserer Fluggesellschaft „Virgin Blue“ hat es nicht sehr viele Passagiere und wir sind unser Gepäck schnell los: genau 46 kg….(und das ohne Pakete nach Hause geschickt zu haben). Dafür liegt nun auch kein Souvenir mehr drin (???). Wir haben gerade mal noch Zeit, einen Kaffee zu nehmen (endlich!), bevor wir an Board gehen können. Pünktlich um sechs Uhr heben wir hier in Cairns ab – und erleben auf unserem Flug nach Brisbane einen wunderschönen Sonnenaufgang über den Wolken.

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Die Flugzeit beträgt knapp zwei Stunden – allerdings haben sie in Brisbane ein kleines Verkehrschaos am Himmel und wir müssen noch eine viertel Stunde warten, bevor wir runter dürfen. Mit freundlicher Stimme erklärt uns die Pilotin, dass das Wetter schön und die Temperatur mal gerad 10 Grad hier vor Ort sei – 10 Grad??!? Wo sind wir denn gelandet??? In der Ankunftshalle ist von unserem Gepäck noch nichts zu sehen – dafür ist der Autovermieter gleich nebenan, so dass wir schon mal die Unterlagen für unser Auto in Empfang nehmen und die Formalitäten erledigen. Bis dann ist auch das Gepäck angekommen und wir machen uns auf zum Parkplatz.

Ein Ford Falcon, XR6, schwarz-metallic wartet auf uns. Wir richten uns ein, suchen das Auto nach möglichen Schäden ab und informieren Gabi per SMS, dass wir abfahren. Ich gebe auch Roger das OK für die Abfahrt, doch er meint lakonisch, dass das Auto schon lange läuft. Aber im Gegensatz zu unserem alten Toyota Landcruiser läuft der Ford so leise, dass man den Motor nicht hört. Im Bushcamper waren wir vor allem auf Gravel immer mal wieder froh, wenn eine geteerte Strecke kam, weil sich dann unser Gehör wieder etwas erholen konnte. So fahren wir in den gemütlichen Sitzen mit leisem Motor Richtung Goldcoast nach Surfers Paradise, wo wir um 10 Uhr eintreffen und nach einer kleinen Stadtrundfahrt dann Gabi und Andi beim Mariott Hotel treffen. Die Skyline von Surfers Paradise ist immer noch gleich – oder zumindest immer noch so ähnlich wie 1995: hässlich schön, wie in Miami!!!

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Wir freuen uns, mit Gabi und Andi die nächsten vier Tage zu verbringen. Das letzte Mal haben wir sie vor knapp 10 Monaten bei uns in der Schweiz gesehen, kurz bevor sie über Laos wieder zurück nach Australien gereist sind. Wir fahren zunächst in ein nahe gelegenes Shoppingcenter, wo wir für die nächsten Tage Lebensmittel einkaufen und einen Kaffee trinken. Wir zwei nehmen dazu noch ein Croissant, haben wir noch nichts zum Frühstück gehabt. Die Gipfel aus einer kleinen Bäckerei sind erstaunlicherweise wirklich sehr gut!! Nach fast zwei Monaten Toastbrot (in allen Farben und Formen, mit zwei oder sieben verschiedenen Körnern), das immer gleich schmeckt, tut es wieder mal gut, etwas so Ungesundes wie ein Gipfeli essen zu können.

Nach dem Einkauf fahren wir Richtung Lamington National Park und machen etwa 35 Kilometer davor in Canungra noch einen Lunchhalt. Canungra ist ein kleines verschlafen wirkendes Dorf, hat aber einige schöne alte Häuser und man kommt sich zeitlich etwa 50 Jahre zurückversetzt vor. Vermutlich lässt es sich hier ganz gut leben. Nach Canungra wird die Strasse schmal und an vielen Stellen sogar nur noch einspurig. Eine Kurve folgt der anderen, wobei viele dieser Kurven sogenannte „blinde Kurven“ sind: man sieht wirklich nicht, ob Gegenverkehr kommt oder nicht. Gleichzeitig führt die Strasse eine Hügelkette hoch – und die Temperatur fällt. Nachdem wir in Surfers Paradiese doch 20 Grad und Sonne hatten, haben wir hier nur noch 15 Grad und Sonne. Zwischendurch erhaschen wir einen Ausblick in die Tiefe oder Weite, vor allem, als wir einem Bergrücken entlang fahren. Je näher wir dem Lamington National Park kommen, desto dichter wird der Wald. Es handelt sich dabei wieder um Regenwald, aber von einer anderen Art als derjenige in den Atherton Tablelands. Aber auch hier umschliesst uns der Regenwald mit seinen Bäumen und es ist fast dunkel, durchzufahren. Die Strasse schlängelt sich durch die Bäume: durch das geöffnete Autofenster könnte man sie problemlos anfassen. Plötzlich öffnet sich der Wald und wir sind beim O’Reilly’s Lodge, wo wir die nächsten zwei Tage eine Hütte gemietet haben. Beim Einchecken fragen wir dann noch nach, ob wir noch zu einer Hütte mit Fernblick/Mountainview wechseln können: das ist möglich und wir beziehen unsere „Hütte“: es ist ein Chalet mit Whirlpool auf der Verande, zwei Schlafzimmern mit direktem Zugang zu Dusche/WC, einem grossen offenen Wohnraum mit Küche und Essecke. Die Aussicht ist grandios!!! Und der Whirlpool auch: Gabi und ich geniessen hier ein Glas Wein, bevor der Wind uns dann doch wieder in die Kleider „zwingt“: hier oben ist es nur noch gerade 11 Grad warm.

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Wir geniessen den Sonnenuntergang im Stammhaus, bzw. in der Bar auf der Veranda: kitschig ist nur der Vorname. Durch den Rauch eines Buschfeuers werden die Farben noch viel intensiver. Mit der Zeit wird es allerdings zu frisch, um draussen zu bleiben und wir ziehen uns ins Innere der Bar (mit Holzfeuer) zurück, bevor wir in unsere Unterkunft zurückfahren für ein gemütliches Nachtessen. Auf der Terrasse schauen Gabi und ich uns noch einmal den Himmel an – und sehen beide eine Sternschnuppe. Perfekt! Wir machen BBQ (Grill ist ebenfalls auf der Veranda), Gemüse und Kartoffeln. Wir können von unserer Ferien erzählen; Gabi und Andi erzählen, wie es ihnen bis jetzt so ergangen ist auf ihrer Haussuche und wie sich ihre Wohnverhältnisse gestalten. Spannende Dinge und Geschichten.

 

Kurz nach acht Uhr sind wir alle so müde, dass wir ins Bett gehen. Roger hantiert noch ein wenig mit unserer Klima- und Heizanlage herum, denn nachdem sie am Nachmittag gut geheizt hat, kühlt sie plötzlich nur noch. Irgendwann fängt sie dann aber wieder zu heizen – wie er das geschafft hat, weiss Roger auch nicht mehr, so dass wir beschliessen, die Heizung laufen zu lassen, auch wenn wir nicht im Zimmer sind – man weiss ja nie.

 


 

 

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